Wusstest du …

dass Pferde Musik nicht nur hören, sondern fühlen?

Ihr ganzer Körper reagiert auf Schwingungen. Wenn du also denkst, dein Pferd entspannt sich bei ruhiger Musik ist das absolut richtig. Studien zeigen, dass sanfte, gleichmäßige Klänge wie Klassik oder ruhige Gitarren die Herzfrequenz senken, die Atmung ruhiger machen und sie sogar öfter kauen lassen. Man sieht es ihnen richtig an. Die Augen werden weich, der Kopf sinkt, alles wird ruhig.

Spielst du dagegen Rock oder elektronische Musik, denken sie eher: „Was ist hier los?“ Dann geht der Puls hoch, die Muskeln spannen sich an und der Schweif spricht Bände. Für Pferde klingt laute, unruhige Musik einfach wie Chaos. Sie hören nicht nur mit den Ohren, sondern nehmen die Vibrationen über Hufe, Knochen und Haut wahr.

Tipp: Wenn du also beim nächsten Mal im Stall Musik anmachst, überleg kurz, ob du deinem Pferd Mozart oder Motörhead gönnst.

Es könnte deine nächste Reitstunde beeinflussen 😉

Wusstest du …

dass Pferde seekrank werden können?

Irre, oder? Ist aber so.

Auf manchen Schiffstransporten mussten Pferde schon behandelt werden, weil ihr Gleichgewichtssinn streikt. Da hilft kein Heu und kein gutes Zureden. Wenn sich der Boden bewegt, obwohl man stillsteht, ist das für ein Pferd die ultimative Zumutung.

Pferde sind nämlich Balance-Fanatiker. Ihr Körper ist darauf programmiert, jede kleinste Bodenveränderung auszugleichen. Aber wenn sich der Boden unter ihnen bewegt, obwohl sie stillstehen, gerät ihr ganzes System durcheinander.Das, was sie bei uns Menschen „innere Ruhe“ nennen, wäre bei Pferden auf See ein medizinischer Notfall.

Tipp: Wenn du also denkst, dein Pferd wäre unerschütterlich ,setz es nicht auf ein Schiff.

Denn wer weiß… vielleicht sieht man dann doch mal ein Pferd kotzen.😂

Wenn du jetzt denkst: „Das wusste ich wirklich nicht!“,

dann wirst du

lieben

Da geht’s um Stallalltag, Hacks und Ideen

die das Leben für dich und dein Pferd leichter machen.

Nützliches

Wusstest du …

dass Pferde Schwingungen unter ihren Hufen fühlen, lange bevor sie etwas hören?

Was für uns einfach ein Boden ist, ist für unsere Pferde quasi beste Glasfaser Verbindung 😂

Die Huflederhaut reagiert auf winzigste Erschütterungen im Untergrund. Diese Mikro-Vibrationen leiten sich über die Sehnen und Knochen bis ins Innenohr weiter . Dort kommen sie als „ Vorwarnsignal“ an , noch bevor der Schall über die Luft das Ohr erreicht.

Pferde fühlen also Schritte, Gewitter oder Fahrzeugmotoren über den Boden lange bevor wir überhaupt einen Ton wahrnehmen.

Wenn du also denkst „ da war doch gar nichts „ - doch , da war was, nur noch nicht für dich 😉

Wusstest du …

dass Pferde mit dem Wind äppeln ?

Viele Pferde drehen sich beim äppeln so, dass der Wind den Geruch direkt mitnimmt. Nein , sie sind nicht empfindlich , sondern weil sie erstaunlich clever sind. In freier Wildbahn wollte schließlich niemand mit seinem Duftnden nächsten Wolf anlocken. Also zu Sicherheit mit Luftzirkulation äppeln ja, aber bitte mit Luftzirkulation.

Heute steht zwar kein Raubtier mehr im Gebüsch, aber alte Instinkte bleiben. Und sind wir mal ehrlich : wer will schon, dass einem der eigene Duft wieder entgegenweht?

Wenn dann die ganze Herde kurz nacheinander loslegt, ist das kein Zufall, sondern ihr stiller Gruppenchat: „Ich war hier.“Ich auch.“ 😂

Wusstest du …

dass Pferde einen Blinddarm haben?

Beim Menschen ist der Blinddarm eher ein stilles Anhängsel, das meist erst auffällt, wenn es Ärger macht. Beim Pferd ist das völlig anders. Sein Blinddarm fasst rund 30 Liter und ist ein zentraler Teil der Verdauung. Er ist groß, er ist wichtig und er arbeitet rund um die Uhr.

Dort werden mit Hilfe unzähliger Mikroorganismen Fasern aus Heu und Gras fermentiert, damit das Pferd überhaupt Energie daraus gewinnen kann.

Ohne diesen Fermentationsprozess wäre eine reine Raufutterernährung für Pferde nicht möglich. Man kann also ohne Übertreibung sagen:

Beim Menschen Beiwerk , beim Pferd Kraftwerk.

Ein gesunder Blinddarm braucht Zeit, ausreichend Raufutter, ruhiges Fressen und Bewegung. Wenn der Darm zufrieden ist, ist das Pferd es meistens auch. Und wer Pferde kennt, weiß, dass dieser Zustand nicht verhandelbar ist.

Ein spannender Punkt beim Thema Blinddarm.

Bei manchen Pferden kann man ihn tatsächlich von außen erahnen. Wenn die Rumpfmuskulatur noch nicht gut ausgebildet ist, wirkt die rechte Bauchseite manchmal etwas voller. Das ist kein Fettpolster und auch kein „Komischbauch“, sondern schlicht der Blinddarm, der dort Platz braucht.

Wenn dir also auffällt, dass rechts ein wenig mehr Rundung zu sehen ist, ist das meist normal. Mit wachsender Muskulatur und guter Bewegung trägt sich dieser Bereich später harmonischer und fällt optisch weniger auf.